Tag 12

Zurück nach Irkutsk

Nach drei wunderschönen Tagen am Ufer müssen wir weiter, um noch alles zu schaffen, was wir uns vorgenomen haben

Abschied vom
"Dicken Kap"

Zurück in Listwijanka empfängt uns der Trubel des Massen-
tourismus.
Und es gibt natürlich wieder lecker frisch gegrillten Fisch.

Die zwei einzigen Fortbewegungs-
möglichkeiten auf dem Baikalsee. Rechts eines der Tragflächen-
Schnellboote im Linienverkehr und links - ich würde sagen - umgebaute Fischkutter für Ausflügler.

Bei Wellengang können beide nicht fahren und da ruht manchmal tagelang der Bootsverkehr. Das sollte man bei der Planung unbedingt mit beachten! Wir haben daher auch den Landweg auf die Insel Olchon gewählt.

Das erste Bier

... war leider völlig daneben. Nur die Pelmeni, eine russische Spezialität, und die "Blinis" mit Sauerrahm waren hervorragend.

Warten auf den Bus

Wir haben uns kundig gemacht, wie man nach Irkustsk zurück kommt. Mit dem Bus am Nachmittag oder mit dem Schiff zwei Stunden später. Das Schiff fährt allerdings nur bis zur Staumauer am Rande der Stadt. Wäre nicht schlecht gewesen, aber wir entscheiden uns für den Bus.
Wir ärgern uns schon, dass wir nicht mit "Marschrutka"-Taxis gefahren sind, denn die kommen und fahren. So warten wir noch stundenlang auf den Linienbus. Die Marschrutkas haben zwar eine feste Route (wie der Name schon sagt), aber keinen Fahrplan. Wenn sie voll sind geht´s los.
Tikets für den Bus kann man allerdings erst kurz vor Abfahrt kaufen. Zur Abfahrtszeit kommt aber kein Bus. Ein einziger Passagier will noch mit uns fahren. Viele Marschrutkas sind inzwischen Richtung Irkutsk gefahren. Nach längerem Warten wird man in der Touristeninfo - dem Tiketverkauf - auf mehrmalige Nachfrage hektisch. Die Tikets werden umgeschrieben und wir werden in ein Marschrutka gesetzt.
Entlang der Angara und 80 Kilometer später sind wir in Irkutsk und gehen durch das Stadtzentrum zu Jack. Bei Sonenschein wirkt die Stadt gar nicht so grau wie am ersten Tag.
Eine halbe Stunde nach uns trifft bei Jack auch der junge Mann ein, der mit uns auf den Bus gewartet hat. Außer ihm und uns haben noch zwei Holländer hier ihr Quartier.

Händler verkaufen auf den Märkten alles, was sich zu Geld machen lässt: manchmal 3 Möhren, selbstgepflückte Heidelbeeren, Ramsch, ausgelatschte Schuhe, Hundebabys, ... Manch alten Frau auf dem Bordstein sieht man an, dass es das einzige zum Überleben ist. Das macht nachdenklich. Daneben gibt es riesige und gut sortierte Blumen- und Gemüsestände. Die Kaufhäuser haben westliche Warenangebote. Ebenso die Supermärkte. Wir denken aber, dass für die meisten Russen die Waren eher unerschwinglich und der wohlgenährten Mittelschicht vorbehalten sind.

Da wir nur für die ersten zwei Wochen Lebensmittel von zu Hause mitnehmen und Tragen konnten, besorgten wir uns hier für die nächste Woche unsere Verpflegung aus einem der Supermärkte.

Weil unser Pizzeria vom ersten Tag schon geschlossen hat, kaufen wir Quarktaschen und (diesmal das richtige) Bier und essen in unserem Zimmer.

Mit Jack haben wir am ersten Tag vereinbart, dass er uns nach Olchon fährt (etwa 80€). Na ja, es ist nun mal so.
Mit unserer bisherigen Erfahrung hätten wir auch mit dem Linienbus oder Marschrutkas dahin kommen können. Für ein Bruchteil vom Geld. Treff ist immer 9.00Uhr am Busbahnhof. Die Manager dort organisieren das, auch wenn der Bus bereits voll ist.

Grotesk

Ein original bayrisches Bierhaus mitten in Sibirien