Tag 14

Wandern auf Olchon

Zum Frühstück gibt es Blinis sowie Nudel mit Milch und reichlich "Reiseproviant" von Nadeschda, unserer Gastgeberin. Um uns wird sich aufopfernd gekümmert, eine Gastfreundschaft die wir bisher noch nirgendwo in Europa erlebt haben.

Die Russen, die in unserer Blockhütte das Zimmer neben uns belegten, haben uns angeboten, uns auf dem Weg auf die andere Inselseite ein Stück mitzunehmen. Da haben wir ja gesagt. So sparen wir die ersten - vielleicht 15km - bis zum Schara-Nur-See, einem beliebten Ausflugsziel motorisierter Touristen auf Olchon.

Schara Nur See

Durch den hohen Mineralien im See werden beim Baden Heilkräfte zugeschrieben. Ob´s stimmt - wir wissen es nicht!

Bei brütender Hitze legen wir die letzen Kilometer auf die andere Inselseite zurück.

Auf Olchon git es trotz der Breite von nur 15 Kilometern sehr viele Vegetations- formen. Von Steppe im Nordwesten bis hin zu dichten Mischwäldern im Südosten. Das hängt damit zusammen, dass die Berge auf der See- und Wetterseite über 1000m hoch sind und allen Regen abfangen.

Enzian

Edelweis

Es ist paradox, dass uns so bekannte und zu Hause doch selten gewordene Pflanzen hier 5000km entfernt in Hülle und Fülle begegnen!

Fischerhütte

Spartanisch eingerichtet übernachten hier Fischer - so vermuten wir es jedenfalls.

Das Ziel - die Bucht Taschkinje

Vieler Winkel auf Olchon sind mit PKW´s und gelänegängigen Kleinbussen erreichbar. Die Wege dahin sind teilweise zwar recht abenteuerlich, halten aber nicht davon ab, trotzden hinzufahren.

So waren wir nicht die einzigen, die meisten Touris in der Bucht allerdings waren allerdings nur Tagesausflügler auf "Exkursionen". So haben wir gewartet, bis die am späten Nachmittag wieder weg waren.

Die Bucht von oben - dem nächtens Berg aus - gesehen.

Abends fahren die einheimischen Fischer zum Fischen und kehren erst in der Morgen- dämmerung zurück.